Fachtag 2011

Frühe Hilfen - Neue Ansätze für wirksamen Kinderschutz

7. Dezember 2011 - Heidenheim, Paul-Hartmann-Str. 16

 

Säuglinge und Kleinkinder sind besonders häufig von Vernachlässigung und Misshandlung betroffen. Weil sie auf die zuverlässige Versorgung durch Erwachsene und auf deren kontinuierliche Fürsorge angewiesen sind, beginnt hier eine potenzielle Gefährdung bereits mit einer Überlastung oder Überforderung der Eltern. Je früher Eltern in ihrer Erziehungsfunktion gestützt werden, desto größer ist der individuelle und gesellschaftliche Nutzen der Hilfe.

 

Unter dem Begriff „Frühe Hilfen“ werden lokale und regionale Unterstützungs-systeme zusammenfasst, die darauf abzielen, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung – und damit praktischem Schutz für die Schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft - wollen Frühe Hilfen insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von Schwangeren, Müttern und Vätern leisten.

 

Zahlreiche Problemlagen sind nur durch system- und professionsübergreifende Nutzung verschiedener Kompetenzen und Ressourcen lösbar. Frühe Hilfen basieren daher auf multiprofessioneller Kooperation und beziehen die Stärkung sozialer Netzwerke von Familien mit ein. Zentral für die praktische Umsetzung Früher Hilfen ist deshalb eine enge Vernetzung von Schwangerschaftsberatung, Gesundheitswesen, interdisziplinärer Frühförderung, Kinder- und Jugendhilfe und weiterer sozialer Dienste. Auf der Basis verbindlicher Zusammenarbeit und gemeinsamer Ziele kann das gesunde Aufwachsen von Kindern begünstigt werden, sowie deren Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe.



Dr. med. Bianca Navarro-Crummenauer Dr. med. Bianca Navarro-Crummenauer

Impulsvortrag:

Kindesmisshandlung – Kindesmissbrauch.

Der schwierige Weg zur sicheren Diagnose


Immer wieder wurden in Deutschland Fälle bekannt, in denen Kinder schwer misshandelt wurden, teilweise sogar an ihren Verletzungen starben, obwohl jene Kinder bei Jugendämtern und Kinderärzten bekannt oder im Kindergarten/in der Schule mit diversen Verletzungen auffielen. Lesen Sie weiter...

 

Maria Beck Maria Beck

Impulsvortrag:

Datenschutz und Kooperation im Bereich Frühe Hilfen


Das Recht der Bürgerinnen und Bürger auf informationelle Selbstbestimmung ist ein Rechtsgut, das sich aus unserem Grundgesetz ableitet und als besonders schützenswert gilt. Dem gegenüber steht das Erfordernis, bei einer drohenden Kindeswohlgefährdung schnell und gezielt einzugreifen bzw. den Betroffenen frühzeitig passende Hilfen anzubieten. Lesen Sie weiter...



Alexandra Sann Alexandra Sann

Vortrag:

Frühe Hilfen – eine erfolgreiche Strategie zur Prävention von Kindeswohlgefährdung

 

Der Auf- und Ausbau früher Unterstützungsangebote und Hilfen für Kinder und Familien in belastenden Lebenslagen wird zunehmend als wichtige gesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen. Auch im neuen Bundeskinder-schutzgesetz, das 2012 in Kraft treten soll, spielen die Frühen Hilfen eine zentrale Rolle. Lesen Sie weiter...

 

Workshops

 

Workshop 1:

Diagnose Kindeswohlgefährdung. Richtige Einschätzung durch medizinisches Fachpersonal

Referentin: Dr. Bianca Navarro-Crummenauer

Zielgruppe: Ärztinnen und Ärzte, Fachkräfte mit diagnostischen Aufgaben.

Die Fortbildung ist durch die Ärztekammer anerkannt. Erwerb von Fortbildungspunkten ist möglich.

 

Workshop 2:

Datenschutz und Kooperation

Rerferentin: Maria Beck

Zielgruppe: Einrichtungsleitungen, Datenschutzbeauftragte und -verantwortliche, Mitarbeiter/-innen der Sozialbehörden

 

Workshop 3:

Familienhebamme. Altes oder neues Berufsbild an der Schnittstelle von Gesundheitswesen und Jugendhilfe

Referentin: Margarete Wetzel

Zielgruppe: Hebammen, Entbindungspfleger, Mitarbeiter/-innen der Jugendhilfe

 

Workshop 4:

Auffälliges Verhalten im Kleinkindesalter: Einführung - Schlafen - Trotzen

Referenten: Dr. Andreas Schneider, Mitarbeiterinnen der Schreiambulanz

Zielgruppe: Mitarbeiter/-innen aus Jugendhilfe und Gesundheitswesen


Termin: 07.12.2011, 14 Uhr

Tagungsort:


Kommunikationszentrum der PAUL HARTMANN AG

Heidenheim an der Brenz, Paul-Hartmann-Str. 16

Kosten:


50 Euro bei Anmeldung bis zum 20.10.11

60 Euro bei Anmeldung bis zum 18.11.11

Die Tagungsgebühr beinhaltet Abendessen und Tagungsgetränke.

Gruppen:



Gruppen ab 5 Personen erhalten 20 % Rabatt bei

Sammelanmeldung. Bitte für jeden Teilnehmer eine separate Anmeldung ausfüllen.

Anmeldeschluss:

verlängert bis 02.12.2011

 

 

Anmeldeformular Fachtag 2011
Anmeldeformular_2011.pdf
PDF-Dokument [115.5 KB]

 

 

Der Fachtag des Kinderschutzbundes wird unterstützt von der PAUL HARTMANN AG.

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